Jammern auf hohem Niveau – ist das nicht unter Ihrem?

(Hirschhausen Zitat aus Glück kommt selten allein)

Sollte es sein, dennoch fällt man leicht in dieses Muster zurück. Kaum zurück im Büroalltag, streikt erst die Technik, dann wird man zugebombt mit Aufgaben in Zeitfenstern die so gut wie unmöglich einzuhalten sind, stellt fest, dass vieles schief gelaufen ist oder einfach liegen blieb und nun muss man zusehen, dass man das alles wieder auf einen normalen Level bringt. Obwohl man den Job nicht mehr mag und am liebsten weg will, weißt man, das man noch eine Weile da bleiben musst. Lustlosigkeit stellt sich ein. Das Gefühl, nichts zu schaffen ist wider da – und zack – überträgt sich das auf dein Privatleben. Du bist oft maulig, selbst nach der Arbeit kannst du den Kopf nicht ausschalten und auf einmal stößt du wen vor den Kopf, der es absolut nicht verdient hat. Nicht mal bewusst, schon gar nicht mit Absicht – aber der Fehltritt ist geschehen. Mangelnde Freude über Hilfe wird als Undankbarkeit gedeutet – dabei ist das gar nicht so. Es fällt nur nicht so leicht, die Freude zu zeigen, wenn die meiste Zeit deines Tages dieses Gefühl der Unzufriedenheit an einem nagt…

Auch die Entschuldigung scheint da nicht auszureichen – wird eher so hingenommen – „mach was du willst“.

Es muss sich unbedingt was ändern. An zwei Tagen in der Woche – Samstag und Sonntag – da ist die Welt in Ordnung. Zweisamkeit, lachen, Freunde treffen, planen, was man alles machen kann – Zumba-Kurs, mal wieder zum Frisör, gesünderes Essen – dann fällt wieder der Alltag über einen her. Alles scheint plötzlich ein Zwang zu sein – man MUSS gesünder Essen, weil der Magen rebelliert, man MUSS mehr Sport machen, weil man den Bauch weg haben MUSS, man MUSS zum Frisör, wie der Ansatz da ist…

Hirschhausen sagt: Finde täglich drei Dinge, die schön waren. Dann weiß man die kleinen Dinge wieder mehr zu schätzen. Kleine Ziele, die man auch erreichen kann fördern das Wohlbefinden.

Ziel Nr.1: Eine Woche lang täglich drei Dinge festhalten, die einen glücklich gemacht haben!

Ziel Nr. 2: Nach dieser Woche wieder positiver denken und einem der liebsten Menschen den man auf der Welt hat zeigen, dass das „schlechte Laune Syndrom“ kein Dauerzustand war. Vllt hat dieser eine Mensch dann ja etwas mehr Verständnis, nachdem es ihm ja vor kurzem noch genauso erging.

Ziel Nr. 3: Entsorgen was dich unglücklich macht – also einen Termin finden, der Aussicht auf mehr Spaß bei der Arbeit schafft.

Auf geht´s!

3 Gedanken zu “Jammern auf hohem Niveau – ist das nicht unter Ihrem?

  1. JanaBabsi schreibt:

    Zu mir hat vorgestern jemand gesagt: „Du bist der beste Mensch in meinem Leben“ – mehr braucht es nicht, um mich 1 Woche (und mehr) glücklich zu machen. Und es war nicht mein Mann.

    Die kleinen Dinge im Leben sind wichtig – und die verpasst man gerne, weil man nach den großen Ereignissen Ausschau hält.

    Gefällt 1 Person

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