Es kommt immer anders als man denkt … oder: WAS HAB ICH GETAN!!??

Der Plan: Freitags meine Prinzessin treffen, mit Ihr eine Vernissage von alten guten Freunden besuchen, einen entspannten Abend verbringen und am Samstag nach Hause fahren.

Leider lässt sich das Leben nicht planen …

Die Realität: Die Vernissage mit meiner Tante besuchen – soweit noch alles gut – von einem Teil meiner Vergangenheit eingeholt, aber positiv überrascht werden und letztendlich meinen ersten Autounfall verursachen und es zu Schrott fahren (gut Schrott ist etwas übertrieben, aber es fühlt sich zumindest wie ein Totalschaden an). Statt eines entspannten Wochenendes nun Gewissenbisse.

Passend dazu hab ich ein Bild von meinen Pechkeksen gefunden: Hast du scheiße am Schuh, hast du scheiße am Schuh!

Doch fangen wir vorn an. Zwei Freunde, die ich lange Zeit nicht gesehen habe, haben eine Vernissage veranstaltet – einer als Organisator, der andere der Künstler. Ich liebe seine surrealen Arbeiten. Leider verhinderte ein Termin, der nicht mehr änderbar war, meine Prinzessin an der Teilnahme. Schade, aber nicht zu ändern. Also begleitete mich meine Tante. Ihr tat es ganz gut mal aus dem Haus zu kommen, mal wieder ungestört reden zu können, mal was anderes zu sehen. Da sowohl die Veranstaltung, als auch meine Tante nicht gerade um die Ecke sind, bat ich meinen Freund um das Auto. Kein Problem. Ich bin schon 1000 Mal gefahren und behandle den Wagen wie meinen Augapfel!

Doch noch bevor ich an dem Freitag aufbrach, meldete sich meine Vergangenheit. Ein Mensch der mich eine Zeit meines Lebens intensiv begleitete, mit dem ich viel erlebte und der mir sehr nahe stand. Aus beruflichen Gründen musste sie jedoch weiter wegziehen, ebenfalls ich aus denselben Gründen und so verlor sich der Kontakt. Andere Menschen, andere Umgebung, anderes Leben – das verändert einen. Wir entwickelten uns weiter – aber in andere Richtungen.

Es gab zwei – drei Versuche, sich mal zu treffen, jedoch scheiterten diese jedes Mal leider an Ihrem Talent der Un-Organisation. Ich hab ihr nie einen Vorwurf gemacht – so ist sie eben – auch wenn ich häufig das Bedürfnis hatte. Ich erwartete also nicht allzu viel… Ich bot ihr an, auch zur Vernissage zu kommen, da sie im selben Ort lebt. Im Anschluss könnten wir noch etwas trinken gehen.

Ich fuhr also los, um meine Tante abzuholen. Als wir von ihr aus starten wollten, schrieb ich meiner Vergangenheit wann wir ankämen. Noch während der Fahrt erhielt ich Nachrichten Sie hätte i-wie missverstanden, dass es heute wäre… Ich war angefressen, aber gut – so ist sie eben. Der Abend war dennoch toll. Die Ausstellung sehr gelungen, mit den Jungs zu reden toll – ich hatte echt Spaß!

Nachdem ich meine Tante wieder nach Hause brachte fuhr auch ich heim und schlief sofort ein.

Am nächsten Tag meldete sich meine Vergangenheit tatsächlich und wollte zu mir kommen – ich konnte es nicht fassen. Erneut bat ich meinen Freund um sein Auto und holte sie ab. Er riet mir noch, lieber Bus zu fahren, denn die Stadt sei total überfüllt – aber mit dem Wagen könnte ich im Anschluss an das Treffen direkt die Einkäufe erledigen – wie eigentlich jeden Samstag.

Ich holte Sie also ab, wir fuhren in ein Café, unterhielten uns und es war toll. Auch diesmal hatte ich wirklich Spaß – es war fast wie früher. Meine anfänglichen Bedenken verflogen. Sie erzählte mir was in den vergangen Jahren passiert ist, was auch vieles was mich an ihr zweifeln ließ erklärte und sie beschloss mich noch zum Einkaufen zu begleiten und dann nach Hause zu fahren.

Und da passierte es – eine verdammte Sekunden in der ich nicht aufpasste – eine Sekunde die alles ruinierte. Wir standen an der Ampel, sie schaltete auf grün, der Wagen vor uns fuhr an – ich ebenfalls – er bremste – ich auch – aber zu spät. Der Aufprall war nicht besonders heftig. Ich schlug mir die Hände vor das Gesicht und fragte mich was ich da getan hatte…

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Man muss hier erwähnen: ich liebe sein Auto, richtig – es gehörte meinem Freund! Es war Nigelnagelneu und ich fahre nie zu schnell an, halte immer super viel Abstand (auf der Autobahn sogar so viel, dass ständig Autos zwischen mir und dem Vordermann einscheren, da die Lücke mehr als genug Platz bietet, was den hinter mir fahrenden immer gehörig Geduld abverlangt, da ich ja dann den Abstand zu dem einscherenden Auto wieder vergrößern muss), ich halte mich immer strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung, ich fasse nicht mein Handy an wenn ich fahren, ich bin echt vorbildlich was das betrifft…

Ich hab brav die Polizei gerufen, Fotos gemacht, meinen Freund informiert und die Unfallstelle geräumt um den Verkehr nicht zu behindern. Dann kam der Schock… ich hab das Auto ruiniert! Die eisige Kälte die mir die zwei Tage entgegenschlug hab ich verdient. Ich weiß wirklich nicht, wie ich abgelenkt sein konnte!! Ich weiß nicht, wie mir das passieren konnte!! Und es tut mir so wahnsinnig Leid… ich glaub, das kann ich nie wieder gut machen.

Ständig muss ich daran denken, ständig denke ich: „hätte, wäre, wenn“, aber ich kann es nicht ändern, nicht Rückgängig machen…

Ich hoffe, ich kann wenigstens den Teil der Selbstbeteiligung einigermaßen finanziell tragen um das ganze etwas wieder gut zu machen …

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