Blackout – A new me coming soon …

36 ungelesene Whatsapp Nachrichten • 85 Benachrichtigungen bei Facebook • drei E-Mail-Accounts die alle über 100 Nachrichten haben und sortiert werden wollen • die Twitter-Timeline seit Tagen nicht gesehen • der Wäschekorb voll • die To-Do-Liste im Büro umfasst zwei DIN A4 Seiten – aber das Büro ist eh doof, eigentlich will ich weg, bekomme aber nur Absagen (bin ich so scheiße) • meine Wohnung müsste ich auch mal ausräumen und kündigen – würde viel Geld sparen, wir wohnen eh zusammen • das Telefon klingelt • die Katze springt mir ans Bein • eigentlich wollte ich noch laufen gehen – ich war noch so motiviert • mein Blog hängt • die Kamera staubt ein • der Bücherstapel wächst, keine Zeit zum Lesen • essen muss ich auch, aber dafür muss ich einkaufen … und Lust habe ich gar keine – auf nichts.

Manchmal ist einem alles zu viel – für nichts ist mehr Zeit, vor allem nicht für sich selbst. Alles ist ein MUSS und übt Druck aus – alles ist Zwang.

Also war ich einfach eine Zeit lang weg aus dem Social Media. E-Mails gelöscht, wenn der Absender nicht wichtig erschien. Ein Druckpunkt weniger.

Sport soll bei Stress ein guter Ausgleich sein. Also fasste ich mir eines Samstag morgens ein Herz und lief los. Wortwörtlich atemberaubende 2,22 km in 20 min. Kondition? Was ist das?? Noch ein paar Yoga-Übungen für den Rücken und auf das Glücksgefühl von dem alle immer reden gewartet. Ja, OK, ich war schon etwas stolz, weil ich überhaupt Laufen war. Die schwierigste aller Hürden – das Aufraffen – hatte ich bewältigt. Sonntag morgen – ich stand auf und fiel einfach hin. Ich bekam die Beine nicht gestreckt, die Treppe im Haus brachte mich fast um und als ich daran dachte, wie oft ich die Treppe zum Bewässern meines Gartens aufgrund der defekten Wasserpumpe besteigen müsste wurde mir schlecht.

Sage und schreibe 3 mal schaffte ich es noch mich aufzuraffen – dann gab ich es auf. Mag sein, dass es zu früh war, aber ich hatte einfach keinen Spaß. Ein Fehlschlag der mich demotivierte – ich wollte doch unbedingt dran bleiben… Ein Druckpunkt mehr.

Meine „Bessere-Hälfte“ brachte mir zur Aufmunterung Spiele mit – The Elder Scrolls und The Witcher Wild Hunt – damit war das Sofa-Leben besieglt. Aber nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl zu viel zu zocken, es machte Spaß aber erfüllte mich nicht und weder die To-Do-Liste noch der Bücherberg wurden kleiner – meine Fitness nicht besser. Ein Druckpunkt mehr.

So dümpelte ich noch ein paar Wochen vor mich hin, machte, was getan werden musste aber meine Laune blieb schlecht. Ich hatte die Balance zwischen Zeit für mich, Dinge die mir Spaß machen, Arbeit die getan werden musste und Freunde verloren. Die schlechte Laune wirkte sich auch im Privatleben aus – man motzt ständig, hat schlechte Laune und das obwohl der andere meist nichts dafür kann. Ein Druckpunkt mehr. Ich hab mich selten so schlecht gefühlt…

Lila Haare – Geile Sache

Vor zwei Wochen lag ich freitags nach Feierabend auf dem Sofa – wieder völlig demotiviert, völlig ausgelaugt, völlig unerfüllt. Ich scrollte durch Instagram, guckte mir SytlingSites an und da waren sie: LILA HAARE. Damit würde ich bestimmt wahnsinnig gut aussehen!! Ja ich will lila Haare. Rein in den Supermarkt, Farbe ausgesucht, und rein in die Haare. Während des einwirkens Mal neues MakeUp ausprobiert – nach 12 Jahren das erste mal kein schwarzer Kajal. Haare waschen, föhnen – braun. So sollte das nicht laufen… ABER ein kleiner Rückschlag, den man verbessern kann. Ich war motiviert.

Die Damen im Papilotte wussten auch sofort Rat: Neue Farbe, Pinsel, Mischbecher und rauf auf den Kopf. Nahezu PERFEKT – aber das kommt jetzt nach und nach besser – und ich find´s SAUGEIL! Gott was hab ich mich toll gefühlt – lebendig! 😀 Nach zwei weiteren Tagen stand auch das MakeUp – der Kajal ist zurück, zumindest für den Alltag.

Lila-ist-besser

Und von dem Moment an lief alles i-wie besser. Beide Tage dieser Haar-Veränderung die 10.000 Schrittmarke geknackt, viel gesehen und getan, Pläne geschmiedet alles ist einfach besser!

Auf zu neuen Projekten – zu mehr Spaß – zu mehr Leben!

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