Die E-Lan-Verbindung wurde getrennt

Wie demotiviere ich Mitarbeiter – ein Leitfaden aus eigener Erfahrung.

Lob und Anerkennung wird überbewertet! Denn wer nie lobt, hält das Bedürfnis das Bestmögliche zu erreichen, um evt doch noch eines dieser seltenen Lobe zu erhaschen aufrecht.

In jeder Suppe ist ein Haar! Das muss gefunden werden, denn das ständige Aufzeigen von Fehlern zeigt dem Mitarbeiter, dass er sich noch stark verbessern kann und schürt das Bedürfnis besser zu werden. Auch wenn der Mitarbeiter nichts dafür kann – Fehler ist Fehler!

Druck, Druck, Druck! Den nur unter Druck erzeugen Mitarbeiter auch Höchstleistungen.

Meetings – Das A und O! Darum sollten Meetings auch über Stunden, wenn nicht sogar Tage gezogen werden. Immerhin gibt es unzählige Themen, die immer und immer wieder aufs Neue besprochen werden müssen – da am Ende nie ein Fortschritt oder gar Ergebnis zustande kam.

E-Mail! Schriftverkehr mit mindestens 10 Personen gleichzeitig, sowie 5 Vorgestezten in CC und der Weiterleitung derselben an 15 weitere Personen, die Themen daraus ebenfalls betreffenden könnten sind ein Must-have. Jeder muss das Gefühl haben, zu Wort gekommen zu sein – auch eine super Grundlage für das nächste Meeting!

Verantwortung gebührt den Managern! Es sei denn, es sind Fehler – der einfach Angestellte kann mit Verantwortung nicht umgehen, deswegen gibt es ja Manager und Angestellte.

Vorgesetzte haben immer Recht! Widerspruch und andere Meinungen dürfen nicht geduldet werden! Damit wird nur die Autorität der Führungskraft untergraben.

Das haben wir schon immer so gemacht! Innovationen von Mitarbeitern sind definitiv etwas, das man sofort unterbinden muss. Aufgrund der geringen Kompetenz des Mitarbeiters fehlt ihm sowieso der Blick auf das große Ganze – demnach kann er nichts wirklich beurteilen oder gar verbessern.

Transparenz? Ein unerwünschter Begriff! Es sei denn, es handelt sich um Pressemitteilungen oder die Firmenphilosophie. Entscheidungen der Führungskräfte müssen vor Mitarbeitern nicht begründet werden. Diese haben sich schlicht danach zu richten.

Rudimentäre Kommunikation ist mehr als genug! Offene Kommunikation hat vielleicht in einer Partnerschaft ihr Gutes, aber in einem Unternehmen keine Berechtigung. Für fehlgeleitete Informationen oder gar fehlende ist letztendlich der betroffene Mitarbeiter zuständig.

Entlohnung nach Position! Da einfach Mitarbeiter keinerlei Verantwortung übernehmen und man ja auch ständig Haare in der Suppe findet, ist eine geringe Entlohnung ohne Aufstockung über Jahre definitiv gerechtfertigt. Bei hartnäckigen Mitarbeitern bremst man diese Diskussion durch geringe Erhöhungen um die 50 € Brutto – nach Erhalt derselben kann nicht sofort eine neue verlangt werden.

Zusagen müssen nicht eingehalten werden! Die Gründe für die Nichteinhaltung sind  für den einfachen Mitarbeiter ohnehin nicht nachvollziehbar. Er kann sie aufgrund der geringeren Kompetenz auch nicht verstehen.

Laut werden und Abmahnungen verteilen sind der letzte Schrei! Dies untermauert die Position der Führungskraft. Auch mündliche Abmahnungen ohne neutrale dritte Person oder wirklich berechtigten Grund schüren die Angst um den Arbeitsplatz und motivieren zu mehr Einsatz.

 

FAZIT:

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt, wo jede freie Stelle eine Rarität darstellt, kann jeder Mitarbeiter froh sein, in einem Unternehmen arbeiten zu dürfen! Demnach ist er den Vorgesetzten zu Dank verpflichtet – nicht umgekehrt. Das muss auch zwingend kommuniziert werden.

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