Sehnsucht…

Samstag, 4.30 Uhr am morgen – ich bin wach. Und mein erster Gedanke gilt ihm. Das dritte Wochenende ohne ihn. Er schläft bestimmt. Gut das mein Puschel da ist. Wenn ich erwache, heißt das für sie Futterzeit. Sie maunzt, springt ins Bett, maunzt weiter. Gut so. Mehr Puschel, weniger Nachdenken.

Obwohl das hier meine Wohnung ist und mein ganzes Bade- und Schlafzimmer einem Redesign unterzogen wurde, bin ich noch immer nicht angekommen. Es ist schön, es gefällt mir aber es ist noch immer nicht „zu Hause.“ Meist nutz ich diesen Begriff, wenn ich in die Verlegenheit komme über seine Wohnung zu sprechen. Er fehlt mir. Immer wieder.

Laut Statistik dauert die Trennungsphase die Hälfte der Zeit der Beziehungsdauer. Das steh ich nicht durch. Scheiß auf Statistik.

Nächstes Wochenende hab ich Geburtstag. Er fragt was ich mir wünsche… Soll ich das gut finden, weil er an mich denkt? Soll ich es doof finden, weil er nach 4 Jahren keine Idee hat? Soll ich es gut finden, weil er wohl wirklich eine Freundschaft aufrecht erhalten möchte? Soll ich es doof finden, weil ich leide und er es nicht bemerkt?

 

Er fehlt mir…

5 Gedanken zu “Sehnsucht…

  1. Babsi schreibt:

    Dass eine Freundschaft mit dem Ex gut geht, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht von seiner Seite aus, aber nicht von Deiner. Du solltest, wie Peter schreibt, einen klaren Schluss-Strich ziehen, alles andere tut nur unnötig weh. Ihn zu sehen, zu hören (und zu riechen) ….

    Ich habe nach 12 Jahren Partnerschaft 2,5 Jahre getrauert – das zur Statistik.

    LG und unterrnimm etwas, das Dir gut tut
    Babsi

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    • A_Unicorn schreibt:

      Diese Zweifel hege ich auch. Von mir gingen diese Worte auch nicht aus. Meist wird aus diesem Freundschaftsgerede eh nur ein „Hallo, wie geht´s?“ auf der Straße, wenn man sich i-wann mal sieht…

      Ich reagiere nur und das auch nur per Handy, nicht persönlich. Mir graut´s vor dem Moment des ersten Wiedersehens, ich hab Angst vor dem was ich fühlen könnte. Und wenn ich mich jetzt abwende, bin ich dann die Zicke? Bin ich dann der Part, der nicht damit umgehen konnte? Sollte mir das egal sein? Ich weiß absolut nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll…

      Ich finde auch 2,5 Jahre verdammt lang. Ich will das nicht. Aber 12 stehe zu meinen 4 ja nun auch in keiner Relation. Ich hab das Bedürfnis nach einem Projekt. Etwas außerhalb der Arbeit, dem ich mich widmen kann und das erste wird Farbe an den Wände. Weiße Wände und weiße Möbel verlangen nach meiner persönlichen Note. Das wird meine Wohnung auch wieder mehr zu meinem „Zuhause“ machen.

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      • Babsi schreibt:

        Ich würde, zu meinem eigenen Schutz, seinen Namen aus meinem Handy verbannen und ihn blockieren, alles andere ist eine Qual. Was will er noch von Dir? Ob Du eine Zicke bist oder nicht, sollte Dich nicht stören – schütze DICH vor diesem Schmerz, nicht ihn.

        LG Babsi

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  2. peter bachstein schreibt:

    wenn die statistik, von der du da schreibst, stimmen soll, dann hätte ich einst eine trennungsphase von 15 jahren schultern müssen, d. h., sie wäre jetzt erst zu ende. rückblickend denke ich, dass sie ohnehin noch während der beziehung einsezte. ich denke daher, dass tennungen nich spontan passieren, sondern als prozess, bei dem die offizielle trennung dann schon sowas wie der schlussakkord ist. also kann in deinem fall der prozess der trennbung schon in der auslaufphase der beziehung begonnen haben und daher brauchst du keineswegs befürchten, dass dir jetzt noch zwei jahre trennungsphase bevorstehen.
    ich bin übrigens der ansicht, dass es in deinem fall nicht sinnvoll ist, anstelle der beziehung nun eine freundschaft zu pflegen. später vielleicht, aber jetzt musst du erst mal einen klaren schlussakkord spielen und dich öffnen für neues. bei mir hat das seinerzeit sehr gut geklappt denn ich habe anderthalb jahre nach dem schlussakkord die großartige gefährtin meiner zweiten lebenshälfte kennengelernt. also auf zu neuen ufern…

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    • A_Unicorn schreibt:

      Danke für die aufmunternden Worte, wenn ich das so betrachte, dann begann die Trennungsphase wohl schon um Weihnachten rum. Ich klammerte mich halt nur an meine Hoffnung „es wird schon alles gut werden“.
      Nach neuen Ufern ist mir noch nicht, ich hab mit dem neuen Job und der neuen Wohnung genug Veränderung. Ich sehn mich nach Konstanten, nach meinen Freunden. Nächstes Wochenende hab ich meine liebsten bei mir. Sie werden Lachen in diese Wohnung bringen und schöne Momente auf die ich dann schauen kann.

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